
Braunschweiger Zeitung -
Wolfenbüttel - vom 04.02.2012

WOLFENBÜTTEL. (Kai-Uwe Ruf)
Mit Weihwasser, Weihrauch, Segen und Gebeten weihte Propst Reinhard Heine gestern die neue Kinderkrippe der katholischen Kindertagesstätte St. Ansgar in Wolfenbüttel ein. Die Kirchengemeinde, die Eltern und die Kinder feierten die offizielle Eröffnung der Krippe mit einem großen Fest und einem Tag der offenen Tür.
Pfarrer Matthias Eggers blickte in die Vergangenheit, um die Bedeutung der Krippe deutlich zu machen. Vor wenigen Jahren sei die Zukunft des Kirchstandortes St. Ansgar unsicher gewesen. Die Kirche müsse aber weiter präsent sein.
Die Krippe solle zur Zukunftsfähigkeit beitragen. "Viele Familien sind darauf angewiesen, dass es Unterstützung und Betreuung gibt", sagte Eggers. Der neue Bau sei nicht nur praktisch, sondern auch schön.
Bürgermeister Thomas Pink hob hervor, dass die neue Krippe zur Kinderfreundlichkeit Wolfenbüttels beitrage. An der Waldenburger Straße solle das zweite Familienzentrum der Stadt entstehen. "Die Einrichtung ist wichtig für eine familiengerechte und soziale Stadt."
Landrat Jörg Röhmann betonte das Engagement des Kreises bei der Erreichtung von Kinderkrippen: "Wir werden die Quote erfüllen, nach der jedes Kind Anspruch auf einen Krippenplatz hat."
340.000 Euro hat der Neubau an der Waldenburger Straße gekostet. Die Krippe bietet Platz für 15 Kinder. Finanziert wurde der Bau vom Land Niedersachsen, dem Landkreis Wolfenbüttel, dem Bistum Hildesheim, dem Bonifatiuswerk und der Pfarrgemeinde St. Petrus. Elf Monate wurde gebaut. Seit 9. Januar ist die Krippe in Betrieb.
Für die Betreuung der Kinder stellte die Gemeinde als Trägerin der Krippe drei Erzieherinnen ein. Unterstützt werden sie von einer Frau im Bundesfreiwilligendienst.
Als Besonderheit gibt es in dem Krippengebäude bunte Glasfenster, die aus der im November 2011 entwidmeten Kirche St. Bernward in Börßum stammen.
Text ©Braunschweiger Zeitung 2012